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Modernisierung im Alter: Musst Du die Arbeiten dulden?

Lärm, Staub oder ein zeitweise nicht nutzbares Bad können besonders belasten, wenn Du krank, pflegebedürftig oder gesundheitlich eingeschränkt bist. Kannst Du eine Modernisierung deshalb verhindern?

Grundsätzlich müssen Mieter Modernisierungsmaßnahmen dulden. Eine Ausnahme kann gelten, wenn die Arbeiten für Dich oder eine Person in Deinem Haushalt eine nicht zu rechtfertigende Härte bedeuten würden (§ 555d BGB).

Hohes Alter allein begündet keine Härte im Sinne des Gesetzes. Entscheidend ist, wie sich Art, Dauer und Ablauf der Maßnahme konkret auf Deine Gesundheit und Deinen Alltag auswirken. Ein Härteeinwand kann im Einzelfall dazu führen, dass Du die angekündigte Maßnahme nicht dulden musst.

Wie werden Alter und Gesundheit berücksichtigt?

Die Berliner MieterGemeinschaft erläutert die Abwägung anhand einer Frage zu einer 97-jährigen Mieterin. Die Rechtsanwältin erklärt, warum neben dem Alter vor allem die konkreten gesundheitlichen Folgen und die Belastungen durch die Bauarbeiten zählen: Härteeinwand bei Modernisierung – Berliner MieterGemeinschaft .

Persönliche Härtegründe musst Du dem Vermieter grundsätzlich bis zum Ende des Monats mitteilen, der auf den Zugang der Modernisierungsankündigung folgt. Dafür gilt in der Regel Textform. Einzelheiten stehen in § 555d BGB .

Allgemein zu Mieterrechten bei Wohnungsmodernisierungsmaßnahmen und Härtefällen bietet der Mieterverein zu Hamburg einen Beitrag zum Download an.

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